Wert-Schöpfung

Biodiversität

Der Ausdruck «Biodiversität» wird mit «biologischer Vielfalt» übersetzt und beschreibt die Mannigfaltigkeit an Lebensräumen, Arten und Genen von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen. Reich strukturierte Flächen und artenreiche Pflanzenbestände bieten Lebensräume und Nahrung für verschiedenste Geschöpfe oberhalb und in der Erde. Sie alle tragen zu einem stabilen ökologischen Gleichgewicht bei, sichern so das Funktionieren der natürlichen Kreisläufe und damit die landwirtschaftliche Produktion. Biodiversität – ein Produkt, welches nicht verkauft werden kann, aber einen immensen Wert hat.

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Vermehrung + Züchtung

Stauden, Sträucher und Obstbäume zu züchten und zu vermehren ist eine Kunst. Neben handwerklichem Geschick und tiefen Fachkenntnissen ist das Vorhandensein von gesundem Pflanzenmaterial und reichen genetischen Ressourcen der ausschlaggebende Faktor für den Erfolg. Die auf dem Naturhof Stierenacher wachsenden Arten und Sorten dienen der Erhaltung seltener genetischer Ressourcen und stellen damit eine wichtige Basis der Züchtungs- und Vermehrungsarbeit dar – insbesondere, da sie heutzutage nicht mehr an jeder sprichwörtlichen Ecke zu finden sind.

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Erntefrüchte

Nebst dem Wert ihrer genetischen Ressourcen für die Züchtung und Vermehrung bringen seltene Obstsorten, selektionierte Wildobststräucher und Wildsträucher die verschiedensten Früchte zum Ernten hervor. Stein- und Kernobst, Beeren und Nüsse von alten Sorten und Wildpflanzen enthalten Inhaltsstoffe, welche äusserst wertvoll für die menschliche Ernährung sind, aber auch eine spannende Bereicherung in der Küche. Darüber hinaus finden ihre Blüten, Blätter, Rinden und und Wurzeln in der Medizin heilbringende Anwendung. Sowohl in der Küche als auch in der Pflanzenheilkunst - sie sind zu Unrecht in Vergessenheit geraten.

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Bodenfruchtbarkeit

Bekannt als Terra Preta, portugiesisch für «schwarze Erde», sind die tiefschwarzen, äusserst fruchtbaren Böden der Amazonasregion. Entstanden sind sie durch das systematische Einarbeiten von Kohle aus Feuerstellen, fermentiertem und kompostiertem Mist, Pflanzenresten, menschlichen Fäkalien und Tonscherben. Nach diesem Vorbild verkohlen wir das Grüngut von Baum- und Strauchschnitt mittels Pyrolyse zu Pflanzenkohle. Anschliessend wird die Kohle fein gemahlen und, angereichert mit natürlichen Nährstoffen wie Brennnesselljauche, als wertvoller Zusatz zum Kompost gegeben. So entsteht aus vermeintlichem Abfall ein wertvoller Bodenverbesserer.

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Terra Preta

Tiere im Freiland

Nebst der obligaten Katzen und Mäuse finden auch Nutztiere seltener Rassen ein Zuhause auf unserem Hof. Bis jetzt sind das Pommernenten sowie Hühner der Rasse Orpington. Später sollen einmal Gänse, Schafe, Schweine, Ziegen oder Rinder dazukommen. Vorerst geniessen allerdings die Schafe unseres Nachbarn die Vorzüge eines Weidelebens auf unseren Wiesen. Aus ethischen Gründen geben wir darüber hinaus Hühnern aus grossen Legebetrieben eine Chance auf ein zweites Leben am Ende ihrer gewinnbringenden Legeleistung – auch sie fühlen sich dank täglichem Auslauf ins Freiland äusserst wohl.

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